Ich: Was willst Du?

Er: Ich will mit Dir sprechen! Dich piiiiesacken.

Ich: Warum?

Er: Weil ich Dir die Tour gehörig vermasseln will!

Ich: Kannst Du mal aufhören damit?

Er: Nee. Das macht Spaß. Du schaffst das sowieso nicht!

Ich: Weshalb denn nicht?

Er: Du bist nicht gut genug! Du hast das vorher noch nie gemacht. Dir fehlt die Erfahrung, und überhaupt. Schau Dich doch mal an…

Ich: Lass mich in Ruhe, Du bist gemein.
… Oder vielleicht hast Du Recht…?

 

Und dann geht es los, mit den gnadenlosen Selbstzweifeln. Den noch dunkleren Gedanken. Was, wenn diese Stimme in mir doch Recht hat? Wenn ich es einfach nicht packe und mir zu viel auflade? Wenn ich es am Ende doch nicht schaffe. Soll ich es doch lieber gleich lassen?

Der innere Kritiker kann ein ganz schöner Sauhund sein. Der größte Sauhund von allen vielleicht. Und er leckt sich genüsslich die Schnauze und wedelt mit dem Schwanz, während Du die Stirn noch mehr in Falten legst. Er sorgt dafür, dass wir nicht weiterkommen und uns um Dinge sorgen, die so vermutlich niemals eintreten werden. Er drängt sich immer dazwischen und quatscht drauflos, obwohl zwischen all den rosa Wolken und den glänzenden Zukunftsbildern eigentlich überhaupt kein Platz für ihn ist. Schlichtweg verhagelt er uns mit seinem Genörgel exzellente Chancen, große Lieben und den lang ersehnten Job oder die Reise ans andere Ende der Welt.

 

Schaffst Du eh nicht.

Poff!!

… schon immer gesagt.

Poff! Poff!

 

Jaaa. Danke fürs Gespräch auch! Du bist der einzige, der Ahnung vom Leben hat und Katastrophen prophezeien kann.

Was also tun, wenn die innere kritische Stimme immer lauter wird?

 

Hier sind meine Erste-Hilfe-Strategien, wie Du den inneren Kritiker ruhig stellst:

 

  • Erstmal klarmachen, wer hier eigentlich „Chef im Ring“ ist.
    Der innere Kritiker ist schließlich nur ein Teil von Dir, sozusagen Dein Untergebener, der anscheinend gerade seine eigene Position überschätzt. Also höchste Zeit, ihn wieder auf seinen Rang zu verweisen. Mach Dir bewusst, dass DU hier der Boss bist. Der Untergebene kann gerne gehört werden und seine Meinung kundtun, aber sie ist NUR (S)EINE Meinung. 2 Minuten darf er seine Argumente konkret vorbringen. Such Dir die aus, die Dir am besten gefallen und hinterfrag sie kritisch. Ist das wirklich wahr?

 

  • Der innere Kritiker ist oft laut. Das kannst Du auch sein!
    Sobald die unerwünschte Stimme / der unerwünschte Gedanke auftaucht, sag innerlich laut „Stopp!“. Du kannst Dir dazu auch ein überdimensionales Stoppschild vorstellen, oder wie Du Deine Hände vor Deinen Körper hältst, wenn Du jemanden stoppen möchtest (wenn gerade niemand dabei ist, den das irritieren könnte, dann kannst Du das auch tatsächlich mit Deinen Händen machen. Bei Irritationen: Behaupte einfach, Du übst Chi-Gong.). Sag dem inneren Kritiker, dass das, was er sagt, für Dich nicht wahr ist und was Du stattdessen vorhast.
    Für die Hardcore-Fans unter uns: Du kannst Dir auch ein Gummiband ums Handgelenk wickeln und es jedes Mal kräftig schnalzen lassen, wenn der Gedanke sich meldet. Hilft garantiert, weil „Autschn!“. Oder aber Du wirst es mögen und extra kritische Gedanken denken 😉

 

  • Fang an zu grinsen.
    Lach deinem inneren Kritiker frech ins Gesicht und sag Dir: „Ja, ich weiß, ich sabotiere mich gerade selbst. Und gerade deswegen werde ich XY weiter verfolgen / tun.“

 

  • Überliste Deinen Kopf!
    Das geht ganz einfach, weil sich unser Gehirn nicht auf zwei Körperwahrnehmungen gleichzeitig konzentrieren kann. Du kannst Dich also zum einen auf Deinen Atem konzentrieren (langsam und bewusst ein und ausatmen) und gleichzeitig darauf, wie Du gerade sitzt oder stehst. Was fühlst Du an Deinen Füßen? Stehst Du fest? Wie fühlen sich Deine Schultern an? Konzentriere Dich nun auf beides: Atem + Körper. Zack! Ausgetrickst.

 

  • Starte die Gegenstrategie:
    Wann hast Du eine Situation zuletzt so richtig gerockt? Diese Situation holst Du Dir in Gedanken her und machst sie so riiiiiiiiiichtig schön: Wo bist Du gerade? Was spürst Du und wo genau im Körper? Was siehst Du? Hörst Du? Schmeckst Du? Wer ist bei Dir? Schau aus Deinen Augen. Mach alles um Dich herum groß und glänzend, ruhig noch mehr Farbe dazu! Lass es leuchten. Das ist Dein eigener Film! Genieß diesen Augenblick in vollen Zügen.
    Und dann komm zurück ins Hier und Jetzt und streck Deinem inneren Kritiker die Zunge raus.
    Klar kannst Du tolle Dinge erreichen!!!
    Hat jemals jemand etwas anderes behauptet?!?

 

Du hast Deinen inneren Kritiker zum Schweigen gebracht?

 

Hach, ist Ruhe nicht etwas herrliches?

 

Im Coaching zeige ich Dir

  • Wie Du Deine Glaubenssätze kritisch hinterfragst
  • Wie Du Deinen inneren Kritiker zu Deinem inneren Coach machst
  • Ein System, wie Du Deine Träume und Ziele erreichst, ohne unqualifizierte Zwischenrufe des inneren Kritikers
  • Effektive Tricks, wie Du Ängste überwindest, in Aktion trittst und motiviert bleibst

 

Welche Tipps + Tricks wendest Du an, um Deinen inneren Kritiker zum Schweigen zu bringen?
Schreib’s gleich hier unten in einen Kommentar und hilf auch anderen damit:

 

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