meinung anderer

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich mit Anfang 20 beschlossen habe, das Abi nachzuholen. Das ist ganz schön lange her. Ich hatte eine Ausbildung als Bürokauffrau erfolgreich beendet, danach ein paar Jahre als Assistentin der Geschäftsleitung in einem Ingenieurbüro gearbeitet und mich anschließend mit drei meiner Kollegen erfolgreich selbständig gemacht. Wir haben Ende der 90er Jahre ein eigenes Architektur- und Ingenieurbüro gegründet, mein Job war ebenfalls Assistenz- und Büromanagement. Das lief bestens und machte jede Menge Spaß. Ich war völlig frei in meinem Job und hatte ein tolles Team! In mir war aber seit Jahren der Gedanke: „Da geht doch noch mehr!“.

Eines nachmittags saß ich mit meinem damaligen Freund in einem Straßencafè und wir unterhielten uns. Es war ein Herbsttag, die Luft ganz klar und blau und die ersten bunten Blätter segelten leise im Wind zu Boden. Damals beschloss ich aus einem inneren Impuls heraus, während des Gesprächs, ich würde berufsbegleitend das Abi nachholen (was jede Menge Stress und wenig Zeit für die Beziehung bedeutete) und dann studieren. Dieser Entschluss stellte damals mein ganzes Leben auf den Kopf!

Ich blickte in die ungläubigen, verwirrten Gesichter meiner Freunde. Meine Eltern standen kopfschüttelnd vor mir. Ständig sagte mir irgendjemand, dass diese Idee der totale Schwachsinn ist. Das ich doch meinen tollen Job nicht aufgeben könnte. Das ich zu alt bin, um noch zu studieren (wohlgemerkt Anfang 20!), das ich doch lieber bald eine Familie gründen und Kinder bekommen sollte, statt solche „Flausen“ im Kopf zu haben. Jedesmal, wenn ich aus der Schule gehetzt zur Arbeit kam, konnte ich sicher sein, dass jemand sagte: „Siehste, siehste, haben wir doch gleich gesagt, dass das ein riesen Stress wird!“.

Aber: Ich hab’s durchgezogen! Ich habe mich von niemandem beirren lassen und bin klar weitermarschiert. Habe meinen damaliges Traumstudium „Digitale Medien“ beendet, danach erfolgreich als Art Direktorin und Projektmanagerin für namhaften Kunden gearbeitet, mich selbständig gemacht.

Nicht so einfach, sagst Du? Ja, das stimmt! Aber: Du kannst etwas tun und es ebenfalls durchziehen. Viel zu oft erlebe ich heute meine Klienten im Gespräch, die mir erzählen: Ihr direktes Umfeld, also Familie, Partner, Freunde und Kollegen sind die größten „Bremser“, wenn es um ihre persönliche Entwicklung geht.

 

Was kannst Du also tun, dass Dich die Meinung anderer nicht mehr so stark beeinflusst bzw. dass Du Dich nicht von den negativen Gedanken und Befürchtungen der anderen runterziehen lässt:

 

Die Meinung des anderen entspricht seiner Sicht auf die Welt

Alles, was andere sagen oder tun entspricht ihrem Modell der Welt, also ihrer Sicht auf das, was um sie herum geschieht. Sie haben völlig andere Erfahrungen als Du, sind anders aufgewachsen und haben eine andere Vorstellung davon, wie die Welt funktioniert. Jede Meinung kann also nur immer den eigenen, ganz individuellen, inneren Zustand einer einzelnen Person wiederspiegeln – niemals aber „die eine“ Wahrheit.

Die Ansichten der anderen sind also völlig subjektiv. Nur weil eine Person das so sieht, heißt das noch lange nicht, dass das die Wirklichkeit ist.

Du kannst Dir also immer wieder sagen: Das sind subjektive Aussagen mit subjektiven Ansichten auf die Welt. Und dann bedanke Dich für ihre Sichtweise, und entscheide selbst, was Du davon gut findest und was nicht. Was davon in DEINE Welt und für DICH passt.

 

 

Von wem nimmst Du eine Meinung oder Feedback an?

Setz Dich mit Feedback auseinander und höre Dir Feedback an. Aber beachte dabei, von WEM Du Dir Kritik oder Feedback zu Herzen nimmst:

  • nimm nur Kritik/Feedback an von Menschen, die erfolgreicher sind als Du
  • die schon dort sind, wo Du gerne hinwillst
  • die happy sind und einen glücklichen Eindruck machen

Viele Menschen (auch innerhalb Familie und Freundeskreis) wollen nur Ihre Meinung sagen, ohne viel darüber nachzudenken, was das für Konsequenzen (für Dich) hat, um auf sich aufmerksam zu machen. Noch schlimmer: Sie übertragen Ihre eigenen Ängste, oft auch Neid und Handlungsunfähigkeit auf Dich (nach dem Motto: „Wie jetzt!?! Das kann doch nicht sein, dass der sich das traut! Ich trau mich doch auch nicht!!“ Nur wird das nicht offen kommuniziert, sondern in große Bedenken verpackt unter dem Deckmantel des „Ich-will-doch-nur-dein-Bestes“. Deswegen: Solches „Feedback“ am Besten links liegen lassen.

Stattdessen umgib Dich mit Menschen, die erfolgreicher sind als Du und glücklich sind. Nimm deren Ratschläge und Ideen an. Diese Menschen wollen Dir ernsthaft weiterhelfen und haben eigene Ängste und Zweifel im Griff und es nicht nötig, diese auf Dich zu übertragen. Stattdessen lassen Sie Dich partizipieren an Ihren Erfolgen und geben Dir wertvolle Infos und Tipps, wie auch Du Deine Ziele erreichst.

 

 

Meide Energievampire wie der Teufel das Weihwasser!

Verbringe so wenig Zeit wie möglich mit Menschen, die Dir nur Energie rauben und eine negative Einstellung haben, ständig nach Fehlern suchen und umgib Dich stattdessen mit Menschen, die positiv sind, Dir Energie geben und Dich unterstützen und Dich damit voranbringen.

Das ist nicht immer leicht, gerade wenn man solche „Energievampire“ im direkten Umfeld, sprich Familien- und Freundeskreis hat. Allerdings: Freunde kannst Du Dir aussuchen (und manchmal muss man alte Verbindungen auch einfach kappen) und auch innerhalb der Familie lässt sich der Umgang oft auf ein Minimum beschränken.

Energievampire sorgen oft dafür, dass sie Dir so viel abziehen, dass Du am Ende dort stehen bleibst, wo Du bist und Dich nicht traust, einen Schritt weiter zu gehen und das geilste Leben Deines Lebens zu führen 😊

Suche Dir daher bewusst Menschen, die Dich supporten und Dir immer wieder Kraft und Mut geben. Hol Dir für Dich die richtigen Menschen in Deine Umgebung. Dann klappt’s auch mit dem geilen Leben.

 

 

Es allen Recht machen wollen führt zu: garnichts (außer Frust)

Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder es das ganze Leben lang anderen Leuten Recht zu machen (und ja nicht anecken!) oder sein eigenes Ding durchziehen und das tun, was Du für gut und richtig hältst (egal, was andere davon halten).

Welcher der beiden Wege führt eher zum Erfolg?
Hm….? Richtig!

Arbeite dazu an Deiner Einstellung und an Deinem Selbstbewusstsein (z.B. im Coaching), so dass Du durch eine starke innere Haltung mehr und mehr das durchziehst, was Dir wichtig ist (ohne anderen dabei weh zu tun).

 

Spar Dir jegliche Diskussion.

Diskussionen sind sinnlos und rauben Dir nur wertvolle Lebenszeit (gilt übrigens auch für Beziehungen, by the way). Deswegen: Diskutiere einfach nicht.

Ja aber…

Nix. Ja aber. Einfach nicht diskutieren. Der andere darf seine Meinung haben UND auch gerne behalten.
Falls also jemand unbedingt mit Dir diskutieren will (vielleicht auch über eine DEINER Ideen / Ziele / Vorhaben):

Höre Dir ihren / seinen Standpunkt an.
Stimme ihr / ihm zu (völlig egal, ob Du der gleichen Meinung bist, oder nicht). Oft reicht schon ein simples: Ok!

Tadaaahh: Die Diskussion ist beendet.

Ganz einfach. Jetzt kannst Du Dich wieder auf Dich und Deine Ziele konzentrieren. Diskutieren bringt Dich nicht weiter, im Gegenteil. Fokussiere Dich proaktiv auf Dinge, die Dich voranbringen.
Übrigens ist meine Erfahrung schon oft gewesen: Stimme ich dem anderen einfach zu, relativiert sie/er ihre/seine Meinung oft von selbst oder schwächt sie ab. Kannst mal testen 😉

 

Erinnere dich, dass alles nur Meinung ist und dass es in deiner Macht steht zu meinen, was Du willst.

(Mark Aurel)

 

 

Kleine Übung (ist auch ein lustiges Spiel mal zusammen mit ein paar Freunden)

 

Formuliere Dein Ziel oder Deine Idee.

In der Regel kommt dann oft ein „Ja aber…“ und dann Bedenken, Bedenken, Hinweise, usw. – egal, ob von Dir selbst oder Menschen in Deinem Umfeld.

Probier‘s mal, statt mit „ja aber“ mit „ja, und dann…“

Beispiel:
Idee: Ich möchte ein Cafè eröffnen.
Ja aber: Ja aber, hast Du Dir das gut überlegt. Ja aber, wie willst Du das finanzieren? Ja aber, Du hast doch gar keine Erfahrung… Ja aber, Du bist doch viel zu alt?… Ja aber … usw. usf.
Ja und (am besten dabei noch lächeln): Ja und … wie willst Du das genau machen? Ja und… wer soll Dich dabei unterstützen? Ja und… wo soll Dein Cafe sein? Ja und… was wird es dort alles geben? Ja und … usw. usf.

Erlebe, wie die Energie plötzlich eine ganz andere wird!

 

Last but not least:
Arbeite an Deiner Körperhaltung! Eine gerade, aufrechte Körperhaltung macht es Dir leichter, Deine Ziele zu erreichen.

 

Einfach mal machen – könnte ja gut werden 😉

 

Was hast Du erfolgreich durchgezogen, obwohl jemand Dir davon abgeraten hat? Erzähl mir davon und schreibe einen Kommentar.

Hinterlasse einen Kommentar

Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu verfassen.